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Herzlich willkommen zur Reisebeschreibung unserer Rundreise durch Georgia vom 8.9.2000 bis zum 17.9.2000. Ich selbst bin aufgrund eines Praktikums bis zum 29.10.2000 in Georgia geblieben und habe die Wochenenden genutzt, um den schönen Staat zu erkunden.
Viel Spaß beim Lesen!
Atlanta 8.9.2000 - 10.9.2000
Am Abend unserer Ankunft sind wir von unserem Hotel aus mit Bus und U-Bahn nach Downtown Atlanta gefahren, um uns einen ersten Eindruck zu verschaffen. Am nächsten Morgen haben wir dann richtig losgelegt. Nach einem Bummel durch Unterground Atlanta - einem Einkaufszentrum in einem alten unterirdischen Bahnhof - sind wir zu einem Platz gekommen, bei dem sich alles um einen bekannten Softdrink dreht... Coca-Cola. Als Tourist sollte man wohl The World of Coca-Cola in Atlanta gesehen haben. Es handelt sich dabei um ein Museum rund um Coca-Cola, die ihren Hauptsitz in Atlanta haben. Man erfährt dort einiges über den Werdegang des Produktes Coca-Cola, welche verschiedenen Flaschen für das Produkt verwendet wurden, dass wir es Coca-Cola zu verdanken haben, dass der Nikolaus Rot-Weiß ist, usw. Das Witzigste in dem Museum ist, dass man alle von Coca-Cola weltweit hergestellten Softdrinks probieren kann. Und es gibt davon echt viele, die man noch nicht kennt... Mit vollem Softdrink-Bauch haben wir uns anschließend auf den Weg zu CNN (Cable News Network) gemacht, die ebenfalls den Hauptsitz in Atlanta haben. CNN bietet interessante Studio- Führungen an, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
Unser nächstes Ziel war das Martin Luther King Memorial. Wir erinnern uns: MLK war der bekannte schwarze Prediger, der sich gegen die Diskriminierung der Schwarzen in den USA eingesetzt hat und dessen 'I have a dream' Rede berühmt wurde. MLK wurde in Atlanta geboren, und ihm ist daher auch ein interessantes Museum gewidmet. Durch zahlreiche Schautafeln und Videos wird einem dort gezeigt, wie stark die Diskriminierung bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts in den USA vertreten war.
Auf dem Weg zurück zu Downtown haben wir uns das Foyer des Mariott Hotels angesehen, welches atemberaubend ist, da man bis zu einer Glaskuppel im 50. Stock nach oben sehen kann. Unsere dicken Füße haben wir dann anschließend im Centenial Olympic Park ausgestreckt, einer großen Parkanlage, die von den olympischen Spielen zeugt, die 1996 in Atlanta gastierten. Zum Abschluss sind wir im Peachtree Plaza (dem runden "Glasturm") auf die Aussichtsebene im 72. Stock gefahren. Sollte man auf keinen Fall verpassen, da die Aussicht wirklich grandios ist! Abends waren wir zum Essen in der Cheesecake Factory in Buckhead. Das Essen ist sehr gut, aber man sollte Wartezeiten zwischen 30 und 45 Minuten einkalkulieren. Wer es schafft, einen der Salate komplett aufzuessen, der soll mir bitte mal eine E-mail schreiben! ;o)
Savannah 11.9.2000 - 12.9.2000
Nachdem wir am nächsten Morgen unseren Mietwagen von Enterprise abgeholt haben (verleiht Mietwagen an Personen unter 25 Jahren ohne die sonst üblichen Zuschläge), sind wir zu meiner Gastfamilie nach Buford gefahren, um dort einen meiner Koffer abzugeben. Danach haben wir uns auf den Weg nach Savannah gemacht.
Savannah war der Ausgangspunkt für die Besiedlung Georgias. Die Engländer haben das historische Viertel - welches dank des Savannah College of Arts and Design sehr gut erhalten ist - auf dem Reißbrett entworfen. Deshalb sind ca. alle drei Blocks schöne Parkanlagen in Savannah zu finden. Berühmt ist Savannah für seine alten viktorianischen Häuser, die über den gesamten Historic District verteilt sind. Zu Fuß sind die Entfernungen relativ groß. Wir sind nach einer Karte eines der Touri-Busunternehmen (zu teuer) die schönsten Häuser abgefahren und haben anschließend die Sonne in den Parkanlagen genossen. Zwischen Historic District und Riverwalk befindet sich das Savannah Cotton Exchange. Dieses Gebäude war der Haupt-Umschlagpunkt für die in den Südstaaten geerntete Baumwolle und bestimmend für den Weltmarktpreis dieses Produktes. Abends waren wir im Pirate's House zum Essen. Das Restaurant ist sehr urig aufgemacht, das Essen war allerdings vom Preis-Leistungs-Verhältnis eher schwach.
Am nächsten Tag sind wir zum Fort Pulaski gefahren, das vorgelagert zu Savannah in der Nähe der Küste liegt. Die sehr gut erhaltene Verteidigungsanlage wurde zur Verteidigung gegen Spanier und Franzosen eingesetzt. Gefallen ist das Fort schließlich im amerikanischen Bürgerkrieg, wurde aber relativ schnell wieder aufgebaut. Die Mauer zeigt an einigen Stellen aber immer noch eindrucksvolle Spuren, die von Angriffen mit Kanonenkugeln zeugen. Zum Gammeln und Entspannen sind wir anschließend zum Strand von Tybee Island weitergefahren (die andere Seite des Atlantiks ähnelt übrigens stark der europäischen ;o)). Nicole hat sich dort einen starken, ich mir den Sonnenbrand meines Lebens geholt. Ich hatte Tage später noch Schmerzen beim Anziehen meiner Hose...
Okefenokee Swamp 13.9.2000 - 14.9.2000
Am nächsten Morgen sind wir weiter nach Süden gefahren. Zuerst haben wir Jekyll Island abgeklappert, die man sich aber getrost sparen kann. Wirklich interessant ist der Okefenokee Swamp, den man sich bei einer Tour durch Georgia nicht entgehen lassen sollte. Pflicht für einen Besuch des Sumpfgebietes ist Insektenschutzmittel, ohne das man wohl verloren wäre. Aber keine Angst, es besteht keine Malariagefahr. Es gibt drei Punkte, von denen aus man in den Sumpf kommen kann. Wir haben den Waycross am nächsten liegenden gewählt, da die anderen beiden mit jeweils einer Stunde zusätzlicher Fahrt verbunden sind.
Der Okefenokee Swamp ist ein Reservat, zu dem man in Europa nichts Vergleichbares findet. Schon auf der Fahrt in den Sumpf steht ein Schild am Straßenrand: 'Alligator Crossing - Next 3 Miles'. Bereits am Parkplatz erwartete uns der erste Alligator, der ca. 10m neben unserem Auto in der Sonne badete (natürlich ohne Zaun). Wir haben uns zu einer Kanu-Tour auf eigene Faust entschlossen. Man sollte auf keinen Fall eine Tour mit dem Motorboot machen, weil das Brummen des Motors die ganze Atmosphäre des Sumpfgebietes vernichtet! Während der Kanu-Tour haben wir einige Alligatoren gesehen, die im Wasser dümpelten und meistens verschwanden, wenn man näher ran kam. Ziemlich ecklig sind die bis zu 15 Zentimeter großen Spinnen, die ihre riesigen Netze quer über die Wasserwege bauen!
Für die Kanu-Tour benötigt man ausreichend Getränke, Sonnecreme, Insektenschutzmittel, und man sollte wissen, welche Seite von einem Paddel ins Wasser gesteckt werden muss ;o). Ich kann nur nochmals wiederholen, dass die Sümpfe ein echtes Highlight in Georgia sind, und man sie auf keinen Fall auslassen sollte!
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