| Reisebericht La Palma - Wanderurlaub mit Kindern |
|
La Palma ist nicht etwa eine Stadt auf der Balearen-Insel Mallorca, sondern eine der kanarischen Inseln. Bereits im Jahr 2001 hat uns die Insel bei einem Wanderurlaub begeistert. Als es nun 2010 darum ging, einen Sommerurlaub mit unseren Kindern zu planen (im konkreten Sommer 3 und 6 Jahre alt), sind wir schließlich wieder bei La Palma gelandet - wohl wissend, dass die Wanderungen kürzer ausfallen würden und auch andere "Attraktionen" mit ins Programm gepackt werden müssten. Dass La Palma für aktiven Urlaub mit Kindern geeignet ist, davon möchten wir im Folgenden berichten! Wer auf La Palma wandern geht, sollte - eigentlich logisch - Wanderschuhe anziehen, da die Wege Trittsicherheit erfordern und durch erstarrte Lava oftmals eine hohe Belastung für die Fußgelenke darstellen können. Was für Erwachsene gilt, sollte auch für Kinder gelten. Wir haben unsere Zwerge ebenfalls mit Wanderschuhen ausgestattet! Die Insel La Palma ist durch einen von Nord nach Süd verlaufenden Gebirgszug geprägt, der sich aus einem Teil des Kraters "Caldera de Taburiente", der Cumbre Nueva und der älteren Cumbre Vieja zusammensetzt. Aufgrund des üblicherweise vorherrschenden Nord-Ost-Passats ist dieser Gebirgszug auf La-Palma klimaprägend, da die Wolken in der Regel im Osten des Gebirgszugs hängenbleiben. Die Insel ist somit in eine feuchtere Ost- und eine trockene, sonnigere Westhälfte unterteilt. Den gemeinhin regenverwöhnten Sauerländer zieht es im Urlaub daher eher auf die Westseite! Bei günstiger Witterung werden Wolken vom Wind über die Cumbre Nueva getrieben, lösen sich dann allerdings in eimem "Wolkenfall" in Wohlgefallen auf. Ein imposantes Naturschauspiel, das man sich stundenlang anschauen kann.
Ankunft Wir hatten Glück und konnten diesen Wolkenfall direkt nach unserer Ankunft genießen, nachdem wir durch den Tunnel auf die Westseite der Insel gelangt waren: Unser Ferienhaus Wie bereits erwähnt, haben wir auf der Westseite der Insel, genauer gesagt in El Paso gewohnt. El Paso liegt nicht am Wasser, sondern eher zentral und ist daher ein guter Ausgangspunkt für alle möglichen Unternehmungen. Bei der Auswahl unseres Ferienhauses hatten wir allerdings Wert auf einen Pool am Haus gelegt. Cumbrecita - Ein erster Blick in die Caldera de Taburiente Jeder La Palma-Urlauber sollte mindestens von einer Seite einmal in den beeindruckenden Krater "Caldera de Taburiente" blicken. Auf relativ einfachem Wege geht das an der Cumbrecita. Wenn man der Hauptstraße von El Paso Richtung Santa Cruz folgt, biegt man dazu am Besucherzentrum links ab und folgt der Beschilderung. Am Ende der Straße sind Parkplätze, von denen aus man die kleine Cumbrecita Tour, aber auch größere Wanderungen in die Caldera starten kann. Mit Kindern kann man die kleine Cumbrecita Tour gut wandern, muss die Kinder aber an der einen oder anderen Stelle an die Hand nehmen, da - besonders auf der zweiten, optionalen Hälfte - der Trampelpfad recht schmal und der Berg an der Stelle abschüssig ist.
Der Strand von Tazacorte hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr zu einem kleinen Badeort entwickelt. La Palma ist nicht die klassische Badeinsel. Es gibt nur wenige Lava-Sandstrände und einige Naturschwimmbecken, die wirklich zum Schwimmen geeignet sind. Durch Wellenbrecher ist das Meer am Strand von Tazacorte relativ ruhig, und man kann dort prima mit den Kindern ins Wasser. Wer dann noch ein paar Höhenmeter Lauftraining benötigt, kann sich an der Steilküste von Tazacorte austoben und auf 4 km Distanz 500 Höhenmeter sammeln. Mehr dazu hier. Piratenbucht: Poris de Candelaria (bei Tijarafe) Alleine der Name macht diese Wanderung für Kinder sehr spannend, auch wenn die Bucht vielleicht nie eine Piratenbucht, sondern vielmehr ein Ausflugsziel der einheimischen Bevölkerung war. An der Westküste fährt man an der (unterhalb der Hauptstraße gelegenen) Polizeistation steil Richtung Küste herunter. Diese Straße führt sehr steil (und ich meine SEHR STEIL) bis zu einem Parkplatz oberhalb der Küste; keine Sorge, im ersten Gang kommt ein Auto die Steigung auch wieder hinauf... Bei unserem ersten Aufenthalt auf La Palma gab es eine sehr schöne Tunnelwanderung, die zur Piratenbucht hinab führte. Die Tunnel sind aber gesperrt, und die Wanderung ist nicht mehr möglich. Die Bucht ist geprägt durch einen ca. 50 Meter hohen überhängenden Felsen, in dessen Schutz einige Fischerhütten gebaut sind. Das Szenario ist großartig, und man kann in dieser Kulisse prima verweilen und dem Rauschem des Meeres lauschen. Mit etwas Glück kann man Krebse in den Wasserbecken zwischen den großen Felsbrocken beobachten. |
| Heute: | 60 |
| Gestern: | 117 |
| Monat: | 2279 |
| Jahr: | 5153 |
| Max. pro Tag: | |
| Seit: | 27.06.2011 |