Home
Laufen
Universität
Programmierung
Reisen
Gästebuch
Über mich
Links
 
Impressum
 
Bericht zum 1. P-Weg-Marathon
 
Am 12. September fand erstmalig der P-Weg-Marathon in meiner Heimatstadt Plettenberg statt. Nachdem ich schon an einigen der großen Stadtläufe (Köln, Frankfurt, Hamburg, Paris) teilgenommen hatte, war es natürlich eine Ehrensache für mich, dort teilzunehmen. Neben der klassischen Distanz wurden auch noch Wettkämpfe im Halb- und Ultramarathon (67 km) ausgetragen - die Marathon- und Ultramarathon-Distanz gab es auch für Walker und Wanderer; am Sonntag, den 13. September folgten Marathon und Ultramarathon (86 km) für Mountainbiker. Das Besondere: alle Strecken waren große Runden, d.h., kein Meter wurde doppelt gelaufen.
P-Weg-Zeichen
   

Mit am Start waren meine beiden ehemaligen Studienkollegen Andi und Christoph. Extra aus dem münsterländischen Dülmen angereist und somit als echte "Kletterziegen" zu werten ;o), wollten Andi und Christoph in Plettenberg ihren ersten Marathon bestreiten.

Da Plettenberg im bergigen Sauerland liegt, weisen alle Strecken ein anspruchsvolles Höhenprofil (siehe meine Beschreibungen der einzelnen Strecken) mit vielen An- und Abstiegen auf, die es schwer machen, einen richtigen Rhythmus zu finden. Auf der Marathonstrecke müssen knapp über 1000 Höhenmeter überwunden werden.

   
Foto 1: Kurz vor dem Anstieg zur HohenwibbeckeDoch nun zum Bericht. Der Start für Marathon- und Ultramarathonläufer erfolgte morgens um 7:30 Uhr. Nachts um 4:00 hatte es ein kräftiges Gewitter mit ergiebigem Regen gegeben, so dass die Strecke noch gut durchnässt war, durch die geschlossene Wolkendecke dafür die Temperatur aber bei idealen 16 °C lag. Vom Start aus hatte man ca. 500 m um ein wenig warm zu werden, bevor die ersten 150 Höhenmeter zu überwinden waren. Nach einigen Kilometern bergab kam man in Pasel zur ersten Verpflegungsstation - mit Wasser, Iso (später auch Cola), Äpfeln und Bananen (später auch Schnittchen - aber wahrscheinlich eher für die Wanderer und Walker...).
   
Foto 3: Mit "Schwung" hinauf nach SelscheidFoto 2: Nebelsuppe an der HohenwibbeckeDort kam dann die Plettenberger Mauer - knapp 300 Höhenmeter mit teilweise über 20% Steigung hinauf zur Hohenwibbecke. Mein Tempo am ersten Berg rächte sich etwas und ich hatte das Gefühl auf der Stelle zu laufen (was sicher auch mit dem teilweise sehr matschigen Boden zusammenhing). Endlich oben, blieb einem die sonst grandiose Aussicht aufgrund dichter Nebelsuppe verwehrt. Mit "Zeitungsente"-Georg, der dort auf mich aufgelaufen war, aber ungefähr mein Tempo lief und auch eine Zeit zwischen 4:00 h und 4:15 h anpeilte, ging es über den nicht von großen Höhenunterschieden geprägten Höhenrücken von der Hohenwibbecke über "Schlot" und "Ausspann" hinab nach Teindeln. Dort am Bahnübergang kam zum Glück kein Zug, so dass wir unseren "Schwung" direkt in die nächste Steigung retten konnten. Der 6 km Anstieg mit knapp 300 Höhenmetern zum Grävinglöh begann.
   
Während die "Zeitungsente" mit dem "Mann mit dem Hammer" zu kämpfen hatte, lief es bei mir bis Selscheid noch ganz gut. Unterwegs hatte ich allerdings anscheinend zu wenig für Nachschub gesorgt, da ich zuerst mit einem Loch im Bauch und nach der Straßenquerung in Selscheid und dem folgenden steilen Anstieg auch mit dem "Mann mit dem Hammer" zu kämpfen hatte und deshalb für einige Meter auf schnelle Schrittgeschwindigkeit zurückschrauben musste.
   

Foto 4: Zieleinlauf in der InnenstadtOben am Grävinglöh angekommen, wurde am Versorgungsstand schnell etwas Flüssigkeit nachgefüllt und dann mit Schrecken festgestellt, dass noch einmal 50 Höhenmeter fällig waren - über die "Hohe Molmert" hinweg. Dann endlich nur noch bergab. Es lief wieder richtig flüssig und ich konnte viel Boden zur schon verloren geglaubten Zeit gutmachen. Schnell den Trail Richtung Innenstadt hinunter, den letzten Kilometer auf Aspalt um die Innenstadt herum und dann bei super Stimmung ins Ziel! 4:08 h. Zwei Minuten später kam auch Georg ins Ziel - zusammen hätten wir uns bestimmt gegenseitig ziehen können. Naja, vielleicht nächstes Mal.

Der P-Weg-Marathon ist nur genial - dass ich keine Einzelmeinung vetrete, kann man in anderen Berichten und Gästebüchern nachlesen. Schöne, anspruchsvolle Strecke. Gute Verpflegung. Gute Stimmung unter den Läufern - und am nächsten Tag kann man sich das Spektakel des Bike-Marathons anschauen - einfach Klasse!

Andi kam mit 4:17 h, Christoph mit 4:39 h ins Ziel. Für einen ersten Marathon eine coole Leistung - insbesondere auf der Strecke!

Mit meinem ersten Höhenmeterlauf bin ich sehr zufrieden. Beim nächsten P-Weg-Event (ich gehe fest davon aus, dass sich die Veranstaltung langfristig etabliert) hoffe ich auf "gute Beine". Je nach Vorbereitung werden dann entweder die 4 Stunden geknackt oder erstmals ein Ultramarathon in Angriff genommen.

Andi und Christoph sind in jedem Fall auch wieder dabei. Wir gehen dann als GST = "Grävinglöh-Support-Team" an den Start. Professioneller als in diesem Jahr natürlich mit eigenen Trikots. Was wir am nächsten Tag bei den Bikern dann machen, kann man sich ja denken. Der Name ist Programm. ;o)

   

Beschreibungen zu den Strecken gibt es hier.


 
© Foto 1-3: www.p-weg.de; © Foto 4 und Text: S. Tengler, 2004